DIN EN 1717 (neu) vs. DIN 1988, Teil 4 (alt)

Bereits seit dem Jahr 2011 ist die bisherige Praxis, das Heizkreislaufsystem mittels abnehmbaren Schlauch nachzufüllen, NICHT mehr zulässig.

Was bedeutet das?

Gerade im Sommer, wenn evtl. das Wasser im Solarkollektor übergelaufen ist oder im Winter, wenn vor der Heizperiode der Wasserdruck im System wieder erhöht wird, darf nicht mehr eine einfache Verbindung mit einem Schlauch zwischen verunreinigtem Wasser (Heizkreislauf) und Trinkwasser hergestellt werden.

Für diese Neufassung der DIN EN 1717 besteht KEIN Bestandsschutz für Altanlagen! Jeder ist somit aufgefordert, seine Installation an die neuen Regelungen anzupassen.

VORSICHT: Geschäftstüchtige Installateure!

Um diese neue DIN EN 1717 bei sich zu Hause umzusetzen müssen Sie keinesfalls eine aufwändige Umgestaltug der Nachspeisung des Heizkreises erstellen lassen. Viele Installateure verunsichern hier und klären nicht exakt auf:
Es reicht in der Regel einen Systemtrenner an den vorhandenen Wasserhahn zu montieren, der den Rückfluss von verunreinigtem Wasser verhindert. Die Kosten für das Bauteil belaufen sich auf knapp 150€ zzgl. Einbaukosten (Verschrauben mit dem Zapfhahn).  Ein kostspieliger Umbau für viele hundert Euro ist in der Regel überflüssig… .

Ein Rückflussverhinderer ist NICHT ausreichend und ersetzt keinen Systemtrenner.